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Internationale Zusammenarbeit

Grenzübergreifend das Erbgut analysieren

Im Rahmen einer internationalen Wissenschaftsgemeinschaft untersuchen die Kieler Altersforscher die Faktoren des Alterns und der Langlebigkeit, wobei sie intensiv mit Institutionen im In- und Ausland kooperieren. Dabei ist die "Forschungsgruppe Gesundes Altern" an den beiden von der Europäischen Kommission finanzierten Konsortien GEHA und RESOLVE beteiligt.

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Europas langlebige Geschwister

Das GEHA Projekt ("Genetics of Healthy Aging") wird von der Universität im italienischen Bologna geleitet und bildet zusammen mit 24 anderen Forschungseinrichtungen aus zwölf Ländern die weltweit größte Studie zur Identifizierung von Langlebigkeitsgenen. Das Projekt trägt derzeit europaweit das Erbmaterial von 2650 langlebigen Geschwisterpaaren zusammen. "Wir wollen in dieser speziellen Gruppe Kandidatengene zunächst in größeren Chromosomenregionen grob lokalisieren, diese im Weiteren dann fein kartieren", erläutert der Kieler Forschungschef Stefan Schreiber.

Wundheilung und Organ-Reparaturmechanismen

Im Rahmen des RESOLVE Projekts (Resolve Chronic Inflammation and Achieve Healthy Ageing by Understanding Non-regenerative Repair) werden Prozesse der Organreparatur und Wundheilung analysiert. Mit einer der weltweit größten DNA Sammlungen von langlebigen Individuen leistet das Kieler Institut einen wichtigen Beitrag zur Untersuchung dieser Vorgänge, da vor allem im sehr hohen Alter Störungen der Organreparatur und Wundheilung zu Fibrosen mit völligem Funktionsverlust der Organe führen können. Mit Hilfe des RESOLVE Projekts sollen hierfür mögliche Behandlungsstrategien entwickelt werden, um die Lebensqualität gerade im hohen Alter deutlich zu verbessern.

INTERREG 4 A Syddanmark-Schleswig-K.E.R.N. - Grenzüberschreitende Forschung zur Genetik des Gesunden Alterns

Ziel dieser deutsch-dänischen Kooperation ist es, genetische Determinanten zu identifizieren, die es erlauben, ein langes Leben in guter geistiger und körperlicher Verfassung zu führen. Dieses Projekt basiert auf einer engen Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Klinische Molekularbiologie an der Christian Albrechts Universität in Kiel und dem Institut für Epidemiologie der Universität von Süddänemark in Odense. An beiden Instituten in Odense und Kiel existieren bereits eine große Anzahl an biologischen Proben von hochbejahrten Individuen und jüngeren Kontrollpersonen, welche die Grundlage für die genetische Erforschung der molekularen Alterungsprozesse bilden. Durch die Zusammenführung dieser Kollektive entsteht die weltweit größte Daten- und Biobank dieser Art (> 5000 hochbejahrte Individuen). Die molekularen Forschungsarbeiten erfolgen in beiden Instituten unter Einsatz modernster Technologien und die gewonnenen Daten werden mit Hilfe neuester bioinformatischer Methoden analysiert. Die in diesem Vorhaben erzielten Erkenntnisse sollen dazu beitragen, molekulare Angriffspunkte für die Diagnose, Prävention und pharmakologische Behandlung von altersrelevanten Erkrankungen zu generieren.

Gefördert aus INTERREG 4 A Syddanmark-Schleswig-K.E.R.N. mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung.